10 Anbieter zur Tokenisierung on Assets im weltweiten Vergleich

Wer nach Anbietern zur Tokenisierung von Assets sucht, braucht keine allgemeine Blockchain-Einführung. Entscheidend sind Partner, die Struktur, Compliance und Umsetzung zusammenführen. Genau darauf ist dieser Vergleich für 2026 ausgerichtet und ordnet die top 10 Anbieter im Markt ein.
Der Überblick ist vor allem für Unternehmen relevant, die ein Asset prüfen, strukturieren oder digital platzieren wollen. Typische Fälle sind Immobilien, Fonds, Unternehmensbeteiligungen oder andere Real-World Assets. Real-World Assets sind reale Vermögenswerte, die digital abgebildet werden. Viele Anbieter wirken ähnlich, unterscheiden sich aber stark bei Regulierung, Zielkunden und Projektumfang.
Inhaltsverzeichnis
Anbieter zur Tokenisierung von Assets: Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Ein Anbieter für dieses Modell sollte mehr leisten als reine Entwicklung. Er muss das Vorhaben wirtschaftlich, regulatorisch und operativ tragfähig machen. Sonst entsteht ein Token, aber kein belastbares Modell.
Für diesen Vergleich waren vor allem vier Punkte entscheidend. Erstens die Eignung für reale Asset-Strukturen. Zweitens die Passung zum Kundensegment. Drittens die Fähigkeit, Emission und Verwaltung sauber abzubilden. Viertens die Frage, ob der Anbieter echte Marktprozesse auf einer Blockchain bedienen kann.
Diese Auswahlkriterien sind für die Tokenisierung von Vermögenswerten besonders wichtig. Viele Projekte scheitern nicht am Code, sondern an falscher Struktur oder falscher Partnerwahl. Deshalb ist eine klare Einordnung sinnvoller als eine reine Funktionsliste. Das gilt besonders für digitale Vermögenswerte mit Investor-Bezug, regulatorischem Druck und realem Kostenrahmen.
1. Token Ersteller
Token Ersteller ist für Unternehmen besonders geeignet, wenn die Emission digitaler Assets nicht als reines Technikprojekt gedacht ist. Der Anbieter arbeitet klar beratungsnah und verbindet Konzeption, Positionierung und Umsetzung. Das ist vor allem für Mittelstand, Projektträger und Emittenten relevant, die einen klaren Partner für die frühe bis mittlere Projektphase suchen. Der Vorteil liegt in der verständlichen Übersetzung komplexer Token-Modelle in belastbare Geschäftslogik. Das reduziert Reibung in der Entscheidungsphase. Besonders stark ist der Anbieter, wenn ein Asset nicht nur technisch tokenisiert, sondern auch sauber vorbereitet und vermarktbar gemacht werden soll. Weniger passend ist Token Ersteller für globale Bankenstrukturen oder sehr große Kapitalmarktprojekte. Für viele B2B-Vorhaben ist die Mischung aus Klarheit, Fokus und Umsetzbarkeit jedoch die beste Wahl im Markt. Für Firmen mit erstem Investment-Fokus ist das oft effizienter als ein rein technischer Ansatz.
Unternehmenssitz |
Größe |
Spezialisierung |
Kosten |
Kunden |
|---|---|---|---|---|
| München | ca. 10 | Asset-Tokenisierung, Token-Konzeption, strategische Beratung | ca. ab 15.000 € | Startups, KMUs, Projektgesellschaften |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
| Klare Beratung in deutscher Sprache | Weniger international skaliert |
| Gute Passung für frühe Projektphasen | Kein klassischer Bank-Infrastruktur-Anbieter |
| Full-Service statt Tool-Fokus | Für Großbanken meist zu klein |

2. Securitize
Securitize zählt weltweit zu den bekanntesten Anbietern für diese Form der Digitalisierung im institutionellen Umfeld. Der Fokus liegt auf Fonds, Private Markets und größeren Emissionen. Private Markets sind nicht börsennotierte Kapitalmärkte. Genau dort ist regulatorische Stabilität besonders wichtig. Die Stärke von Securitize liegt in der Verbindung aus Emission, Verwaltung und Investorenzugang. Das macht den Anbieter für Asset Manager und größere Emittenten sehr attraktiv. Weniger geeignet ist Securitize für kleinere Projekte mit engem Budget oder begrenzter Komplexität. Das Setup ist dafür oft zu schwer. Wer jedoch eine etablierte Plattform mit Nähe zu Wertpapier-Prozessen und zur Börse sucht, findet hier einen der belastbarsten Partner weltweit. Für Enterprise-Projekte mit hoher Governance-Anforderung ist Securitize daher eine sehr starke Wahl.
Unternehmenssitz |
Größe |
Spezialisierung |
Kosten |
Kunden |
|---|---|---|---|---|
| Miami, New York | ca. 245 | RWA-Tokenisierung, Fonds, Emission, Investor-Management | ca. ab 80.000 € | Asset Manager, Enterprise, institutionelle Emittenten |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
| Sehr starke Marktposition | Für kleine Projekte teuer |
| Gute institutionelle Anschlussfähigkeit | Stark auf große Strukturen ausgerichtet |
| End-to-End für größere Emissionen | Weniger geeignet für schlanke Pilotprojekte |

3. Tokeny
Tokeny ist eine starke Wahl, wenn die Struktur auf standardisierte und compliance-nahe Infrastruktur setzen soll. Der Anbieter ist besonders relevant für Finanzdienstleister, Emissionshäuser und Plattformen. Compliance bedeutet hier: Regeln werden technisch kontrolliert und durchgesetzt. Genau das ist bei tokenisierten Wertpapieren wichtig. Tokeny ist eng mit dem Standard ERC-3643 verbunden. Dieser Standard ermöglicht kontrollierte Übertragungen und klare Rollenmodelle. Das schafft Sicherheit für regulierte Produkte. Weniger stark ist Tokeny bei strategischer Positionierung oder Vermarktung. Der Anbieter ist klar technologisch ausgerichtet. Für Unternehmen, die eine belastbare White-Label-Infrastruktur für Security Tokens suchen, ist Tokeny deshalb eine sehr überzeugende Lösung. Für einfache Einsteigerprojekte ist die Plattform oft zu anspruchsvoll. Auch bei smart contracts zählt hier weniger Experiment und mehr regulatorische Präzision.
Unternehmenssitz |
Größe |
Spezialisierung |
Kosten |
Kunden |
|---|---|---|---|---|
| Luxemburg, Paris | ca. 41 | Tokenisierte Securities, ERC-3643, White-Label-Infrastruktur | ca. ab 60.000 € | Finanzdienstleister, Plattformen, Enterprise |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
| Starker Compliance-Fokus | Weniger Marketing- und Go-to-Market-Support |
| Bewährter Standard für Securities | Für einfache Cases oft zu komplex |
| Gute White-Label-Eignung | Fokus stärker auf Institutionen |

4. Sygnum
Sygnum ist besonders sinnvoll, wenn die Struktur eng mit Bankdienstleistungen verbunden sein soll. Der Anbieter verbindet Tokenisierung mit Custody, Asset Management und reguliertem Banking. Custody bedeutet die sichere Verwahrung digitaler Vermögenswerte. Das ist für professionelle Investoren und größere Emittenten ein klarer Vorteil. Sygnum ist weder klassische Agentur noch reines Softwarehaus. Genau darin liegt die Stärke. Wer eine tokenisierte Struktur in ein bankfähiges Modell überführen will, bekommt hier deutlich mehr als reine Technik. Für kleine Emissionen oder experimentelle Modelle ist Sygnum dagegen meist zu schwer. Der Anbieter ist klar auf Professionalität und regulierte Abläufe ausgerichtet. Für anspruchsvolle Vorhaben mit Vermögensbezug ist Sygnum deshalb eine sehr starke Option. Auch die Verwahrung der digitalen Assets ist für viele Anleger ein zentrales Entscheidungskriterium.
Unternehmenssitz |
Größe |
Spezialisierung |
Kosten |
Kunden |
|---|---|---|---|---|
| Zürich, Singapur, Abu Dhabi | ca. 288 | Tokenisierung, Custody, Banking, Settlement | ca. ab 100.000 € | HNWIs, Asset Manager, Banken, Enterprise |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
| Regulierter Bankbezug | Sehr hoher Eintrittsaufwand |
| Starke Kombination aus Tokenisierung und Verwahrung | Für Startups meist zu schwer |
| Gute Passung für professionelle Emittenten | Weniger flexibel für kleine Tests |

5. Taurus
Taurus ist ein sehr starker Anbieter für Banken und regulierte Finanzhäuser. Die Plattform deckt Emission, Verwahrung, Handel und Asset Servicing ab. Asset Servicing umfasst die laufende Verwaltung eines Vermögenswerts. Das macht Taurus besonders attraktiv, wenn Tokenisierung Teil einer größeren Finanzinfrastruktur sein soll. Der Anbieter agiert weniger wie ein Projektpartner und mehr wie ein technologisches Rückgrat. Das ist für Institute ein Vorteil, für kleinere Unternehmen aber oft eine Hürde. Wer ohne Lizenz oder Kapitalmarktstruktur startet, wird die Lösung häufig als zu groß empfinden. Für Banken und regulierte Plattformen ist Taurus jedoch eine belastbare Wahl. Besonders stark ist der Anbieter dort, wo Governance, Custody und Handel früh zusammengedacht werden. Das kann Prozesse automatisieren und eine spätere Transaktion effizienter machen.
Unternehmenssitz |
Größe |
Spezialisierung |
Kosten |
Kunden |
|---|---|---|---|---|
| Genf, São Paulo, Istanbul | ca. 150 | Digitale Emission, Custody, Trading, Bank-Infrastruktur | ca. ab 120.000 € | Banken, Broker, Enterprise |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
| Sehr stark für regulierte Institute | Für kleine Emittenten zu komplex |
| Breite Infrastruktur aus einer Hand | Wenig geeignet für schnelle Pilotprojekte |
| Gute Verbindung von Tokenisierung und Verwahrung | Hoher Integrationsbedarf |

6. Republic
Republic ist besonders interessant, wenn die Struktur auch vertriebsseitig gedacht wird. Der Anbieter verbindet private Marktmodelle mit Plattformzugang und Investorenansprache. Das ist wichtig, wenn Emittenten nicht nur einen Token ausgeben, sondern auch Reichweite aufbauen wollen. Die Stärke liegt daher weniger in tiefer Individualentwicklung und stärker in Plattformlogik und Distribution. Distribution bedeutet die strukturierte Platzierung bei Investoren. Genau dieser Punkt macht Republic für wachstumsorientierte Emittenten attraktiv. Für sehr spezifische Enterprise-Architekturen oder Bankmodelle ist der Anbieter weniger passend. Dort fehlen oft Tiefe und regulatorische Spezialisierung. Für Projekte mit Fokus auf Platzierung, Community und alternativen Beteiligungsmodellen bleibt Republic trotzdem eine interessante Wahl. Für manchen Investor ist das attraktiver als ein isoliertes Coin-Modell ohne klare Vermarktung.
Unternehmenssitz |
Größe |
Spezialisierung |
Kosten |
Kunden |
|---|---|---|---|---|
| New York City | ca. 200 | Private Markets, Tokenisierung, Distribution, Community Finance | ca. ab 50.000 € | Startups, Wachstumsfirmen, alternative Emittenten |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
| Starker Vertriebs- und Plattformfokus | Weniger tief als reine Infrastruktur-Anbieter |
| Gute Passung für private Marktassets | Nicht ideal für Bankprojekte |
| Breiter Investorenbezug | Struktur oft US-zentriert |

7. Polymesh
Polymesh ist kein klassischer Full-Service-Anbieter, sondern ein spezialisiertes Netzwerk im regulierten Bereich. Das ist vor allem relevant, wenn Identität, Governance und Regelwerk im Zentrum stehen. Governance bedeutet hier: Regeln plus technische Durchsetzung. Genau dieser Fokus unterscheidet Polymesh von allgemeinen Blockchains. Für Emittenten mit technischer Kompetenz oder mit einem starken Umsetzungspartner ist das sehr attraktiv. Die Plattform eignet sich gut für regulierte digitale Wertpapiere und ähnliche Strukturen. Weniger geeignet ist Polymesh für Unternehmen, die einen beratungsstarken Partner für Strategie und Betrieb suchen. In solchen Fällen wird meist ein zusätzlicher Dienstleister nötig. Für regulierungsnahe Asset-Tokenisierung mit technischer Tiefe ist Polymesh dennoch eine starke Wahl. Gerade bei tokenisierten Anteilen zählt hier Transparenz in jedem regulatorischen Schritt.
Unternehmenssitz |
Größe |
Spezialisierung |
Kosten |
Kunden |
|---|---|---|---|---|
| Zug, Toronto, New York, Dubai | ca. 10–20 | Regulierungsnahe Blockchain, Identity, Governance | ca. ab 40.000 € zzgl. Partner | Plattformen, Emittenten, Institute |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
| Speziell für regulierte Assets gebaut | Kein klassischer Full-Service-Anbieter |
| Starke Identity- und Compliance-Logik | Meist zusätzlicher Implementierungspartner nötig |
| Gute Basis für Security Tokens | Für Nicht-Experten weniger zugänglich |

8. AlphaPoint
AlphaPoint ist besonders sinnvoll, wenn die Struktur in eine Handels- oder Marktplatzstrategie eingebettet werden soll. Der Anbieter kommt aus dem White-Label-Exchange-Umfeld und bringt viel Erfahrung mit Marktinfrastruktur mit. White-Label bedeutet, dass die Lösung unter eigener Marke genutzt werden kann. Genau das ist für Börsen, Broker und Plattformbetreiber interessant. Der Schwerpunkt liegt klar auf technischer Plattformlogik. Für Emittenten, die vor allem Strukturierung und strategische Begleitung suchen, ist AlphaPoint daher weniger passend. Stärker ist der Anbieter dort, wo tokenisierte Assets auch gekauft und verkauft werden sollen. Für kleinere Mittelstandsprojekte ohne Handelsfokus gibt es oft einfachere Alternativen. Wenn Handel und Tokenisierung zusammen gedacht werden, ist AlphaPoint jedoch eine ernstzunehmende Option. Besonders wichtig sind hier Liquidität und transparente Gebührenmodelle.
Unternehmenssitz |
Größe |
Spezialisierung |
Kosten |
Kunden |
|---|---|---|---|---|
| New York City | ca. 100 | White-Label-Marktplätze, Exchange-Tech, Asset-Digitalisierung | ca. ab 90.000 € | Börsen, Broker, Plattformbetreiber, Enterprise |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
| Stark bei Handels- und Marktplatzlogik | Weniger fokussiert auf Emittentenberatung |
| Lange Marktpräsenz | Für einfache Projekte oft zu groß |
| Gute White-Label-Fähigkeit | Asset-Strukturierung nicht Kernstärke |

DigiShares ist eine fokussierte Wahl mit klarem Sachwertbezug. Besonders bei Immobilien, Energieanlagen und Infrastruktur ist der Anbieter gut positioniert. Das macht DigiShares für Emittenten interessant, die ein konkretes Asset digital abbilden und verwalten wollen. Die Plattform bietet White-Label-Funktionen sowie Prozesse für KYC, AML und Investor-Management. KYC steht für die Prüfung der Kundenidentität. AML umfasst Maßnahmen gegen Geldwäsche. Diese Funktionen sind bei regulierten Emissionen wichtig. DigiShares ist kleiner als die großen institutionellen Plattformen. Das bringt mehr Fokus, aber weniger globale Schlagkraft. Für mittelgroße Vorhaben mit realem Asset-Bezug ist DigiShares trotzdem eine überzeugende und praxisnahe Lösung. Das gilt besonders bei tokenisierung von immobilien, bei einer Immobilie mit klarem Anteil oder anderen realen Vermögenswerten mit klarer Ertragslogik.
Unternehmenssitz |
Größe |
Spezialisierung |
Kosten |
Kunden |
|---|---|---|---|---|
| Aalborg, Miami | ca. 18 | Immobilien, Infrastruktur, White-Label-Tokenisierung | ca. ab 35.000 € | KMUs, Real-Estate-Emittenten, Plattformen |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
| Sehr guter Fokus auf reale Assets | Kleinere internationale Präsenz |
| Praktische White-Label-Modelle | Weniger geeignet für Großbanken |
| Solides Investor-Management | Geringere Markenstärke im Enterprise-Segment |

10. Brickken
Brickken ist ein moderner Anbieter für Unternehmen, die einen pragmatischen Einstieg suchen. Die Plattform ist breiter aufgestellt und spricht sowohl wachstumsorientierte Firmen als auch mittlere Unternehmen an. Der Vorteil liegt in der guten Balance aus Bedienbarkeit und professionellem Anspruch. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn ein Projekt nicht komplett individuell entwickelt werden soll. Gleichzeitig reicht der Ansatz über einfache Baukastenlogik hinaus. Baukastenlogik meint stark standardisierte Lösungen mit begrenzter Tiefe. Genau dort positioniert sich Brickken dazwischen. Grenzen zeigt der Anbieter bei sehr speziellen Regulierungsfragen oder tiefer Bankintegration. Für viele mittlere Vorhaben bleibt Brickken dennoch eine brauchbare und wirtschaftlich interessante Lösung mit solidem Skalierungspfad. Im Vergleich zu vielen Krypto-Ansätzen bleibt der Fokus hier klar auf real nutzbaren digitalen Strukturen.
Unternehmenssitz |
Größe |
Spezialisierung |
Kosten |
Kunden |
|---|---|---|---|---|
| Barcelona | ca. 45–50 | RWA-Tokenisierung, White-Label, Unternehmensassets | ca. ab 25.000 € | Startups, Scale-ups, KMUs, ausgewählte Enterprise-Kunden |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
| Zugänglicher Einstieg | Weniger tief reguliert als Spezialanbieter |
| Gute Balance aus Produkt und Service | Für Banken oft nicht die erste Wahl |
| Skalierbar für mittlere Projekte | Komplexe Sonderfälle brauchen Zusatzpartner |



